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Die Kirche mal im Dorf lassen

Die CDU freut sich, dass es in Brackwede nun doch einen Adventsmarkt gibt und sich einige Beteiligte gefunden haben, die sich insbesondere ehrenamtlich zum Wohle des Stadtbezirkes engagieren.  

                                                                                             

Die drei CDU-Ratsmitglieder Detlef Helling, Carsten Krumhöfner und Vincenzo Copertino kritisieren jedoch zum Teil deutlich die Vorgehensweise einiger Beteiligten wie auch der Brackweder Verwaltung. 

"Wenn von einem Pressegespräch zum Adventsmarkt dem Leser vor allem das „Ätsch“ einer Kirchenvertreterin in Erinnerung bleibt, dann ist etwas grundlegend falsch gelaufen,“ so Carsten Krumhöfner, zugleich CDU-Fraktionschef in der Bezirksvertretung. „Wer so etwas sagt, macht deutlich, dass er den bisher gelebten Brackweder Konsens schon längst verlassen hat!“ Dies sei mehr als schade. „Wir brauchen keine Gehässigkeiten und Austausch von irgendwelchen persönlichen Befindlichkeiten. Was wir brauchen, ist ein Mehr für Brackwede!“ Beteiligte wie die Kirche, die NRW-weit mit Verdi eher damit beschäftigt sind, Sonntagsöffnungen zu verhindern, sollten hier eher eine demütigere Position einnehmen, so Krumhöfner. „Gerade wenn man im Kirchenvorstand ist, erwartet man eine andere Wortwahl. Ich hoffe, dass dies noch zurückgenommen wird.“                                      

Die Probleme mit den Sonntagsöffnungen hätten gerade zu dem Umstand geführt, weshalb die WIG den Adventsmarkt nicht veranstalten konnte, so Detlef Helling: „Darum sollten wir die Kirche mal im Dorf lassen. Man kann nicht einerseits geschäftliche Tätigkeiten verhindern, aber am Ende genau von denen das Geld haben wollen, denen man es unmöglich gemacht hat, genau solches zu verdienen." Auch die Verwaltung spiele hier keine glückliche Rolle, so Helling weiter: „Die Verwaltung war in Bielefeld sehr unflexibel, sonst hätte man auch andere Genehmigungsformen gefunden. Wenn sich nun aber die Verwaltung mit als Retter der Veranstaltung hinstellt, machen wir den Bock zum Gärtner.“ Die Frage bliebe, wie Verwaltung ohne Beschlusslage der Politik hier Geld aufrufen könne, das den Veranstaltern zur Verfügung gestellt werden solle, fügt Helling hinzu.                                            

Carsten Krumhöfner macht deutlich: „Wir haben immer gerne gerade auch Kindergärten und Schulen unterstützt und würden das auch hier tun, dazu muss aber - wie immer - ein Konzept vorgelegt werden, was bisher noch fehlt.“

Detlef Helling meint weiter, „dass hier die Verwaltung wohl in vorauseilendem Gehorsam unterwegs war!“ Die Beschlusslage gerade im Hauptausschuss sei eine andere: „Die Werbegemeinschaften sollen dabei unterstützt werden wie 2019 genehmigungssichere Feste veranstaltet werden können.“ In Brackwede hingegen würde eine Verwaltungsmitarbeiterin nun schon andere Wochenenden für diese Feste vorschlagen, ohne die WIG da mit einzubeziehen. „Das geht so nicht!"   

Für Vincenzo Copertino ist letzteres Vorgehen absolut nicht nachvollziehbar: „Uns wurde immer gesagt, dass es keinerlei personelle Ressourcen im Bezirksamt gibt, um weitere Hilfestellungen zu leisten. Nun tritt hier eine Verwaltungsmitarbeiterin mit dem Organisations-Team gemeinsam auf. Das muss allesamt einmal aufgeklärt werden. Mich verwundert die Art und Weise nur noch, wie sich Verwaltungshandeln auf allen Ebenen spürbar verselbstständigt. Die Politik wurde bisher nicht einbezogen, die Summen aus Steuermitteln wurden aber schon aufgerufen und offenbar in Aussicht gestellt!   

Carsten Krumhöfner würde sich freuen, wenn hier einige Akteuere aufhören würden, öffentlich persönliche Rechnungen zu begleichen: "Das ist für den Stadtbezirk und eine gedeihliche Zusammenarbeit nicht gut. Wir brauchen jeden, der sich aktiv und ehrenamtlich engagieren möchte. Dazu gehört ein transparentes Verfahren. Wir brauchen kein Gegeneinander von WIG und weiteren Vereinen. Wenn alle sich ein Stück weit zurücknehmen würden, dann kann der Adventsmarkt 2018 noch ein positiver werden." Das Ziel für 2019 müsse sein, gemeinsam mit allen Beteiligten einen Weihnachtsmarkt für die Brackwederinnen und Brackweder auf die Beine zu stellen.

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