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Dialog mit OB Clausen: Wenig Antworten auf dringende Fragen!

PitClauseninBrackwede

Eigentlich lautete das Thema des Abends „Dialog mit dem Oberbürgermeister“, was sich aber als Trugschluss erwies. Je kürzer die Bürger-Fragen, um so ausschweifender die Monologe von Oberbürgermeister Clausen. Er blieb viel zu oft dabei im Ungenauen, ließ konkrete Antworten vermissen und nahm es in einigen Teilen mit der Wahrheit nicht genau. So bekundete er, dass die Politik eine Mobilitätsstrategie für die nächsten Jahre beschlossen habe. „Dies ist aber nicht richtig! Denn die politischen Beschlüsse sind diesbezüglich bisher noch nicht gefasst worden“, so der Stellvertretende Brackweder Bezirksbürgermeister Peter Diekmann. Im Übrigen habe der Auftritt mehr den Anschein eines Pit-Clausen-Werbeblocks, denn einer ernsthaften Diskussion, so Diekmann weiter.

Das von Bürgern am häufigsten genannte Thema waren die Probleme rund um den Treppenplatz, wo der Oberbürgermeister sehr viel Verständnis für die Anwohner zeigte und sich zu der Aussage hinreißen ließ, dass er die „Störungen nun eindämmen will.“ Die CDU Brackwede macht den Fakten-Check und stellt klar: „Das hätte der Oberbürgermeister seit 3 Jahren machen können. Die Verwaltung packt das Thema eben nicht richtig an, sonst müssten wir nicht ständig darüber diskutieren und die Anwohner beschwichtigen,“ so CDU-Fraktionsvorsitzender Carsten Krumhöfner.

Die Problemlage Wohnen umschiffte der OB mit dem Hinweis auf „Nachbarn, die in ihrer Umgebung keine Wohngebäude haben wollen.“ Auch dies führte zu großem Kopfschütteln bei der CDU. Die Stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Ursel Meyer stellt klar: „Die Stadt Bielefeld weist doch überhaupt nicht genügend Flächen, sowohl für Wohnen als auch für Gewerbe aus!“

Aus Quelle und Ummeln regte sich Unmut über die schlechte Anbindung an den ÖPNV. Hierzu meinte der OB, dass alles natürlich finanzierbar sein müsse. „Sicherlich richtig, aber wie dann künftig eine Mobilitätsstrategie funktionieren, die die Benutzer des ÖPNV fast verdoppeln soll, weiß Clausen wohl selbst nicht,“ kommentiert CDU-Bezirksvertreter Vincenzo Copertino. 

Der Einwand der WIG, die mit großer Sorge die lange Umbauzeit der Hauptstraße sah, wurde vom Stadtoberhaupt lapidar vom Tisch gewischt. Da man die Linie 5 nicht haben wollte, müsse man nun mit den Hochbahnsteigen leben. „Auf konkrete Fragen zum Ablauf blieb auch hier der OB sehr schmallippig,“ so Copertino weiter. „Und mit der Politik aus Brackwede will er ja eh nicht diskutieren.“ Auch grenze es an Ironie, dass der Oberbürgermeister nunmehr die Ansiedlung der Medizinischen Fakultät als Glücksfall bezeichne, wo er doch vorher vollmundig bekundet habe, die Medizinische Fakultät werde nie kommen. „Es ist der Bielefelder CDU, die beharrlich um die Medizinische Fakultät in Bielefeld gekämpft hat, zu verdanken, dass der „Glücksfall“ eingetreten ist!“

„Als Fazit des Abends muss man leider feststellen: Viel Gerede, wenig konkrete Antworten. Der OB blieb im Ungefähren und zeigte keine zündenden Ideen. Man merkt, dass hier ein Oberbürgermeister auf Abschiedstournee war,“ resümiert Carsten Krumhöfner. „Für die Zukunftsthemen fehlen ihm die Antworten.“

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